PM: Nazis können erst nach dreistündiger Verzögerung marschieren Polizei ermöglicht wieder Alternativroute für die Nazis

Pressemitteilung 18.01.2014, 18:25 Uhr

Dank des Einsatzes vieler Gegendemonstrant/innen ist es erstmals gelungen, die Logistik der Nazis effektiv zu stören, stark zu verzögern und den Aufzug der Nazis zu spalten. Mithilfe
friedlicher Blockaden konnten bis in den Nachmittag hinein alle Versuche der etwa 800 Nazis zu laufen, vereitelt werden: zunächst am Bahnhof SKET-Industriepark, aber auch am Bahnhof Herrenkrug. Das ist einwichtiger Schritt, auf dem Weg den Naziaufmarsch künftig gänzlich zu verhindern.

Die Blockade am Bahnhof SKET-Industriepark konnte den Aufmarsch in Südost zunächst behindern. Dann leitete die Polizei die Nazis an den Blockierern vorbei. Vor allem aber hat die Polizei mit ihrer Strategie der Desinformation und ihrem Katz-und Maus-Spiel im gesamten Stadtgebiet dafür gesorgt, dass die Nazis doch marschieren konnten. Zugleich wurden DemonstrantInnen massiv und gewalttätig daran gehindert, an angemeldeten „Meilensteinen der Demokratie“ teilzunehmen.

Wie in den Jahren zuvor hat die Polizei so der Durchführung des
Naziaufmarsches höchste Priorität eingeräumt, währenddessen Proteste stark be- und verhindert wurden. #blockmd fordert die Einsatzleitung der Polizei, demokratischen Protest gegen Naziaufmärsche künftig nicht zu behindern. Im kommenden Jahr braucht es zudem deutlich mehr Menschen, die entschlossen an und auf der Route protestieren.

Wir danken allen, die sich heute an den Gegenprotesten beteiligt haben und dabei halfen, den Nazis einen unangenehmen Tag zu bereiten.

Pressebüro: 0152 / 189 859 25 (Pressesprecherin)
Presseteam auf der Straße: 01577 / 189 47 90